Mut zur Mündigkeit

Heute wollte ich einige Besorgungen für meinen anstehenden 18. Geburtstag erledigen. Auf Grund der hervorragenden Unterrichtsversorgung hatte ich mal wieder zwei Freistunden und ich entschloss mich daher, die Zeit sinnvoll zu nutzen und einige Dinge einzukaufen.

Da ich mir ziemlich sicher bin, dass einige Leute mit einer guten Zigarre ins neue Jahr starten wollen, begab ich mich also auf direktem Wege zum örtlichen Tabakladen. Dort angekommen wurde ich vom Verkäufer äußerst freundlich begrüßt und meine Laune, die zwischenzeitlich bereits unter die vorherrschende Temperatur gerutscht war, besserte sich deutlich.

Nachdem ich mich entschieden hatte, ging es ans Geschäftliche. Eigentlich ein recht einfacher Vorgang. Geld in die Kasse, Zigarren in die Tasche.

Ja, wäre da nicht…wäre da nicht der Staat und die deutsche Volkskrankheit Nummer Eins.
„Einmal den Ausweis, bitte…Tut mir leid, Sie sind erst 17.“

„Aber ich bin in 13 Tagen 18. Das ist doch egal.“

„Nein, das darf und kann ich nicht.“

Da waren sie wieder – die deutsche Volkskrankheit Bürokratie und der Mobber, der mich schon mein ganzes Leben verfolgt. Das deutsche Jugendschutzgesetz. Während ich mich mit Ersterem mittlerweile abgefunden habe, geht mir Letzteres immer noch sehr stark auf die Nerven.

Der Staat hätte gerne mündige Bürger. Dafür möchte gerne der Staat sorgen und baut daher Schulen, in denen Schüler zu eben beschriebenen Personen werden sollen.

Doch ich frage mich:

Wie soll ein Bürger (insbesondere ein Heranwachsender) mündig werden, wenn der Staat  überall sagt „Dududu…ganz böse. Das darfst du erst, wenn du volljährig bist.“ ?

Besonders deutlich wird die Bevormundung des Bürgers bzw. in diesem Fall des Jugendlichen im eben erwähnten Beispiel.

Man sollte meinen, jeder in der heutigen Gesellschaft wisse um die Gefahr von Drogen. Insbesondere um die Gefahren von Nikotin und Alkohol weiß heute jeder. Wer dennoch raucht und trinkt, tut dies auf eigene Verantwortung.

Ohnehin nimmt die Gesetze heute kaum noch jemand ernst – außer eventuell Eltern, die Wirte dafür verantwortlich machen wollen, dass ihr Kind verantwortungslos sich selbst gegenüber  gehandelt hat.

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